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LATEST NEWS
Immer aktuell finden Sie die neuesten Nachrichten aus Deutschland auf der Seite der Klassenvereinigung bei facebook. Einen Auszug der wichtigsten Neuigkeiten 2025 lesen Sie im Folgenden:
Offizielle Anerkennung der VX ONE als internationale Klasse
VX ONE als Klasse für die Meisterschaft der Meister 2025 in Hamburg
VX ONE RACING GERMANY - Berlin
VX ONE RACING GERMANY - Walchensee
VX ONE RACING GERMANY - Tegernsee
VX ONE Int. European Open am Rhein
Alle vergangenen Newsletter der Klassenvereinigung finden Sie ganz unten.
2025-dez-04 Presseinformation der VX ONE International Class Association
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Offiziell internationaler Status bestätigt -
die VX ONE erhält Anerkennung durch World Sailing
Die internationale VX ONE Klassenvereinigung ist stolz darauf, dass der Weltverband des Segelsports die VX ONE nach der jüngsten Abstimmung auf der Jahreskonferenz des Council offiziell als internationale Klasse anerkannt hat.
„Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung“, sagte Jeff Eiber, Präsident der internationalen KV. „Sie öffnet allen Seglern – vom Wochenend-Segler bis zum Olympiasieger – die Türen, an offiziell anerkannten Weltmeisterschaften teilzunehmen. Und das in einer, der aufregendsten und lohnendsten Hochleistungs-Einheitsklassen, die es gibt.“
Seit ihrem Debüt hat die VX ONE die Herzen von Seglern aller Leistungsklassen erobert. 2012 von Sailing World zum „Overall Boat of the Year“ und „Best One Design“ sowie vom Sail Magazine zum „Best Boat“ gekürt hat sie seitdem weltweit auf allen fünf Kontinenten eine lebendige Flotte aufgebaut. Die Attraktivität liegt in der einzigartigen Kombination aus High-Speed-Adrenalin mit höchstem Sicherheitslevel, taktischer Herausforderung bei einfachstem Handling und der unvergleichlichen Kameradschaft, die diese Community auszeichnet.

Der Erfolg der VX ONE basiert auf ihrer Designphilosophie: ein schneller, reaktionsfreudiger Hybrid aus Skiff und Kieljolle, der einfach und leicht zu segeln ist. Sogar die Crew ist mit 2 oder 3 Personen flexibel zu gestalten. Ob Wochenendsegler mit Faszination für Performance, ambitionierter Regattasportler mit Liebe zur Präzision oder ein olympischer Segler auf der Suche nach engen, taktischen Wettkämpfen – die VX ONE erfüllt alle Wünsche. Die Boote werden von den leistungsfähigen Bootsbauern olympischer Klassen, Mackay Boats und Ovington Boats gebaut.
Die prestigeträchtige Anerkennung durch World Sailing ist ein wichtiger Meilenstein für jedes Sportboot weltweit. Der Erhalt des internationalen Status ist keine Kleinigkeit, es muss ein strenger, umfassender Prozess durchlaufen werden, der die Größe, Struktur und tatsächliche globale Reichweite der Klasse unter Beweis stellt. Um sich zu qualifizieren, muss eine Klasse einen aktiven Eignerverband mit einer formellen Satzung und technischen Regeln sowie starke, konsistente Regattaaktivitäten auf mehreren Kontinenten vorweisen können.
Die VX ONE-Klasse ist nun berechtigt, offizielle von World Sailing sanktionierte Weltmeisterschaften auszurichten, sowie international ernannte Rennleiter und Offizielle einzusetzen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Veranstaltungen nach den höchsten Standards der Fairness und Professionalität durchgeführt werden.
Nachdem die Anerkennung durch World Sailing nun gesichert ist konzentriert sich der Klassenverband auf die Planung seiner ersten Weltmeisterschaft, die für Anfang 2027 geplant ist. Derzeit werden Bewerber und mögliche Austragungsorte geprüft, die Entscheidung in den kommenden Monaten bekannt gegeben.
„Dies ist ein Meilenstein für die VX ONE-Community“, fügte John Clinton, Lizenz-Inhaber (Mackay Boats), hinzu. „Wir haben ein High Performance-Boot gebaut, das Segler aus allen Bereichen des Sports zusammenbringt, die eine Leidenschaft für schnelles Onedesign-Segeln teilen. Die Anerkennung durch World Sailing würdigt diese Leistung und bereitet den Weg für eine spannende neue Ära.“
Weitere Informationen über die VX ONE und ihre wachsende globale Community gibt es unter vxsailing.com
2025-okt-25
44. Meisterschaft der Meister in Hamburg - RÜCKBLICK AUF EINE ECHT HARTE PRÜFUNG
Der Weg der VX ONE als Einheitsklasse für die „Meisterschaft der Meister“ (MdM) in Hamburg begann bereits ein Jahr vor dem ersten Startsignal...
EINE EINLADUNG MIT FOLGEN
Als Jörg Fleischer, Bronze-Medaillengewinner der VX ONE European Open 2024, im Herbst 2024 die Einladung zur MdM erhielt, war das der Start einer außergewöhnlichen Geschichte. Nicht nur, dass er es dort dann bis ins Finale schaffte – der Hamburger Segel-Club (HSC) fragte bei ihm an, ob die VX ONE als Einheitsklasse für die nächste MdM in Frage käme.
Sofort war klar: Wenn sich die Gelegenheit ergibt, unsere großartige Bootsklasse einem breiten Publikum zu präsentieren, muss sie genutzt werden. Zur „Meisterschaft der Meister“ lädt der Hamburger Segel-Club e.V. seit 44 Jahren jeden Herbst die amtierenden deutschen Meister, Europameister und Weltmeister aus verschiedenen Bootsklassen ein, auf einer Einheitsklasse den ultimativen Champion der Saison zu ermitteln. Klassen vergangener Jahre war ursprünglich der Pirat, aber später unter Anderem First 18, J/70, Laser Bahia oder RS Venture Connect. Dieser Stein musste ins Rollen gebracht werden, denn unsere VX ONEs als Rennegräte für dieses Prestige-Event würde der Klasse in Deutschland einen immensen Schub geben.
EINE CHANCE, DIE MAN NICHT ABLEHNEN KANN
Seit ihrer Gründung vor drei Jahren versucht die Klassenvereinigung, die VX ONE in den Medien sichtbarer zu machen – meist ohne großen Erfolg. Doch die MdM bot perfekte Bedingungen: Deutschlands beste Segler an einem Ort, professionelle Pressebegleitung, Fotos und Videos, Berichterstattung in sämtlichen Segelmedien. Dazu die einmalige Gelegenheit, dass Spitzensegler aus den unterschiedlichsten Klassen selbst Hand an die Pinne legen würden – und ihre Eindrücke anschließend in ihre Heimatclubs und Klassenverbände tragen. Der Entschluss fiel schnell: Wir machen das!
GROSSE CHANCE, GROSSE HERAUSFORDERUNG
Nach intensiven Gesprächen mit Wolf-Dieter Jahn, Vizepräsident des HSC, stand fest: Das Vorhaben würde ein Kraftakt werden. Neun Boote samt Technik- und Reparaturteam wurden benötigt – ein logistisches und organisatorisches Mammutprojekt.
Ovington und Mackay, die Werften hinter der VX ONE, erkannten sofort die Bedeutung der Gelegenheit und sagten ihre Unterstützung zu. Der Plan: Die Klassenvereinigung bittet ihre Eigner, Boote bereitzustellen, während Ovington fehlende Schiffe und technische Unterstützung beisteuern würde.
Doch drei Monate vor dem Termin kam der Rückschlag – aus England konnten weder Boote noch Repair-Team helfen. Ein erneuter Aufruf an die deutschen Eigner löste jedoch eine Welle an Hilfsbereitschaft aus. Einige entschieden sich trotz großer Bedenken, ihre Boote zur Verfügung zu stellen – ein Akt von Vertrauen und Zusammenhalt, für den die Klassenvereinigung unendlich dankbar ist.
LOGISTIK UNTER HOCHSPANNUNG
Neun Boote standen schließlich bereit, aber nur vier Eigner konnten selbst nach Hamburg reisen. Damit lag die gesamte Organisation von Transport, Auf- und Abbau bei der KV – und wie so oft steckte der Teufel im Detail. Anhänger mussten repariert, TÜV-Termine organisiert, neue Transportlösungen gefunden werden. Tagelang wurde telefoniert, geschraubt, koordiniert – und die Nerven lagen blank. Denn sollte es nicht gelingen, wäre die MdM nach 44 Jahren erstmals ohne Boote dagestanden. Erst am Dienstag Mittag, zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn, stand endgültig fest, alle Boote würden es nach Hamburg schaffen.
7 WINDSTÄRKEN, REGEN UND ACTION
Dann kam der Wetterbericht – und mit ihm das Tief „Rasmus“. Sturmböen bis 35 Knoten, Temperaturen im einstelligen Bereich und Dauerregen. Die Anspannung stieg nochmal kräftig an, doch es gab kein Zurück: Am Mittwochabend machten sich die ersten Gespanne auf den Weg in den Norden.
Am Donnerstag und Freitag wurde in Hamburg wie am Fließband gearbeitet: Boote entladen, aufgeriggt, gekrant. Die Neugier der ankommenden Meister war groß – viele hatten die VX ONE noch nie live gesehen. Von 24 Crews meldeten sich nur eine Hand voll zu einem ersten Probeschlag. Der kräftige Wind zeigte sofort, dass das Boot zwar gut beherrschbar, aber kein Selbstläufer ist. Auch das „gutmütigste Skiff der Welt“ verlangt Aufmerksamkeit. Die ersten Böen legten die Boote flach auf's Wasser – das Lächeln zurück an Land war trotzdem unübersehbar.
Bei der Steuermannsbesprechung am Samstag durfte die Klassenvereinigung das Wort ergreifen – mit einer eindringlichen Bitte: Die Boote stammen aus Privatbesitz, sie sind geliebt und kaum ersetzbar. Kollisionen sollten unter allen Umständen vermieden werden. Unsere Anspannung war spürbar – und wohl auch in der Stimme zu hören, denn die Botschaft kam an: trotz der teils extremen Bedingungen blieb das gesamte Wochenende unfallfrei.
Der Wind blieb stark, die Böen hart – bis zu 7 Beaufort. Trotzdem kehrten die Crews mit breitem Grinsen an Land zurück. „Es is‘ richtig geil!“ rief ein Segler grinsend in die Kamera der HSC-Reporterin – ein Satz, der den Geist des Wochenendes perfekt einfing.
EINSATZ IM STURM: DAS REPAIR-TEAM
Während auf dem Wasser um Meisterehren gekämpft wurde, lief parallel ein „zweiter Wettkampf“ gegen Wind, Regen und Materialermüdung.
Zum Verständnis vielleicht kurz erklärt: Die 24 Crews werden per Zufall pro Vorrunde in 4 Fleets á 6 Boote eingeteilt. Die Boote werden im fliegenden Wechsel getauscht. Sobald ein Boot über die Ziellinie geht legt sich das Shuttle mit der nächsten Crew längs. Die Einen gehen von Bord, die neue Crew steigt ein, hat dann 2 Minuten Zeit das Boot auf Schäden zu überprüfen und sich zu sortieren, nach 5 Minuten erfolgt der nächste Start.
Unser Reparaturteam wurde von Rafael Berleb, dem deutschen VX-Händler vom Tegernsee, geleitet. Rafael war mit einem Fahrzeug voller Ersatzteile, Blöcke, Schäkel und Leinen angereist. Zusammen mit Helge bildete er ein unermüdliches Duo auf dem Repairboot.
Sobald ein Boot eine Reparaturflagge zeigte, hieß es für die beiden: Vollgas! Innerhalb von fünf Minuten musste auf dem Wasser repariert oder das Ersatzboot eingesetzt werden. Eine Person wartete an Land: Ersatzboot fertig machen, Ersatzteile heranschaffen, Gennaker tauschen, Reparieren – alles im strömenden Regen und 4 Windstärken. Da wird auch das Tauschen des Gennakers zur Herausforderung.
Die Schadensbilanz nach dem Wochenende:
• ein alter Gennaker mit Riss
• offene Lattentaschen an den alten Lappen, äh Segeln
• zwei aufgebogene Schnappschäkel
• ein gerissenes Gummigelenk an einer Pinnenverlängerung
• und ein paar altersschwachen Furler-Leinen…
Angesichts der Bedingungen war das bemerkenswert wenig – eher eine Wartungsliste als ein Schadensbericht.
Während in manchen vorhergehenden Klassen ganze Serien an Schäden gemeldet wurden, hielt die VX ONE nicht nur in puncto Performance was sie verspricht: keine Blöcke aus dem Deck gerissen, keine Brüche, keinerlei strukturelle oder substanzielle Schäden an Boot oder Rigg - und härter können die Bedingungen kaum werden.
WENN DIE ALSTER TOBT
Am Sonntag verschärfte sich der Sturm weiter. Um 14:30 Uhr wurden die Vorläufe aus Sicherheitsgründen abgebrochen, die Teams sollten unter Land abwettern. Doch selbst dort wurde ein Boot umgedrückt bis das Masttop im Alsterschlamm stecken blieb. Die Crews wurden zur Sicherheit abgeborgen und die Schiffe an Motorbooten längs genommen und einzeln zurück in den Hafen geschleppt. Selbst am Steg konnte man sich nur noch mühsam gegen den Wind zurück zum Clubhaus stemmen.
Für die KV war das der kritischste Moment – Boote, die uns anvertraut waren, bei diesen Bedingungen im Wasser zu wissen, war nervenaufreibend. Doch die Crewdisziplin war vorbildlich, auch beim wieder ablegen: keine Schäden, keine Rempler, keine hektischen Manöver. Wir bedanken uns nochmal HERZLICH bei allen Seglern für die großartige Unterstützung, Verlässlichkeit und Rücksichtnahme.
EIN WÜRDIGES FINALE
Um 15 Uhr konnte in einer Sturmpause das Finalrennen gestartet werden. Noch während das letzte Rennen lief, begann der Abbau. Bis spät in die Nacht wurden Boote gekrant, abgebaut und für den Heimweg vorbereitet.
Bei der Siegerehrung dann ein besonderer Moment: Philipp Buhl, zweifacher ILCA7-Weltmeister und einer der besten Segler Deutschlands, wurde „Meister der Meister 2025“. In seiner Dankesrede richtete er bewegende Worte an die VX ONE-Klassenvereinigung und ihre Eigner: „Es ist etwas ganz Besonderes, dass Segler ihre privaten Boote für so ein Event zur Verfügung stellen. Das zeigt, wie sehr sich diese Menschen für Ihre Klasse einsetzten – und wie viel Herzblut dahintersteckt.“
Der Applaus, der darauf folgte, war der längste des ganzen Wochenendes – ein Gänsehautmoment.
Buhl verriet später, dass er ursprünglich gar keine Zeit für die MdM gehabt habe. Erst, als er die VX ONE googelte, sei seine Neugier geweckt worden – und er habe kurzerhand seine Pläne geändert. Eine größere Anerkennung kann es kaum geben.
Viele Teilnehmer zeigten sich begeistert:
„Das Boot geht ab wie eine Rakete!“
„Ich würde mich künftig nicht mehr so sehr wehren, wenn jemand anfragt, ob ich mitfahre.“
„Meine Fresse, sind das Geschosse, wenn du die Segel erstmal oben hast.“
"Die Boote haben etwas mit der Veranstaltung gemacht."
Dieser letzte Satz beschreibt es perfekt. Die VX ONE hat nicht nur dem Wetter getrotzt, sie hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen – bei Seglern, Veranstaltern und Zuschauern gleichermaßen. Diese Rückmeldungen, die Begegnungen mit den besten Seglern Deutschlands, der gemeinsame Einsatz im Sturm – all das macht dieses Wochenende unvergesslich.
Wir danken Wolf-Dieter Jahn für sein Vertrauen, das Gelingen dieser wichtigen Veranstaltung auch mit in unsere Hände zu legen. Wir danken allen Helfern aus dem Team des HSC an Land und auf dem Wasser, wir wurden sofort herzlich „in die Familie“ aufgenommen, und von allen unterstützt wo es nur ging. Danke an Lea, Pepe und Max, die für Berichte, Fotos und Videos verantwortlich sind, und danke an die Sponsoren Ovington Boats, Mackay Boats, Pantaenius, crazy4sailing YACHT und Druckerei Aldag.
Und wir danken den Meistern, dass sie so gut auf unsere Schiffe aufgepasst haben und sich nicht scheuen, zu berichten, das es großen Spaß gemacht hat, eine VX ONE zu segeln.
Unser Fazit: ähnlich wie bei einem Marathon. Währenddessen schworen wir uns „Nie wieder!“. Doch schon zwei Tage später wussten wir: Wenn wir nochmal gefragt werden - wir würden es wieder tun. Beim nächsten Mal mit weniger Unsicherheiten, mehr Eignern, die ihre Boote selbst begleiten – aber ganz sicher wieder mit der gleichen Begeisterung und Leidenschaft. Denn die VX ONE hat in Hamburg nicht nur Wind und Wellen getrotzt – sie hat Herzen erobert.
Alle Fotos: Pepe Hartmann
2025-okt-03
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VX ONE RACING GERMANY - BERLIN
Ringelnatz-Cup und CATCH THE DUCK
Bereits zum wiederholten Mal lud der Segler-Verein Alsen Berlin (SVAB) die VX ONE Flotte an den Wannsee – diesmal allerdings mit einem neuen Regattaformat: CATCH THE DUCK. Und das Programm hatte es in sich: zwei Langstreckenrennen mit paralleler Yardstick-Wertung und zwei Tage Up & Down-Rennen.
Das Gelände des SVAB gehört zweifellos zu den schönsten am gesamten Wannsee. Das denkmalgeschützte, ehemalige Kutschenhaus, die große Wiese mit altem Baumbestand und der Blick über das Wasser bieten eine einmalige Atmosphäre – an einem Ort, an dem Raum und Ruhe das wertvollste Gut sind. Dazu kamen perfekte Bedingungen für ein geselliges Miteinander: Camping, Übernachtungen im Clubhaus, gemeinsames Frühstück und Abendessen – CATCH THE DUCK war nicht nur sportlich, sondern auch gesellschaftlich ein echtes Highlight für Segelbegeisterte aus ganz Deutschland.
Nach den Regatta-Richtlinien der VX ONE-Klasse gibt es sowohl für Flaute als auch für starken Wind Grenzen: sinkt der mittlere Wind für 15 min. unter 4 Knoten, darf keine Wettfahrt gestartet werden. Steigt er über 22 Knoten – ebenfalls nicht. Ziel dieser Regelung ist es, dass die Bedingungen für ALLE Teams beherrschbar bleiben, nicht nur für Profis. Das lange Wochenende sollte beide Grenzwerte auf die Probe stellen – und am Ende alle Crews mit noch mehr Vertrauen in ihr Boot belohnen, als sie ohnehin schon hatten.
Tag 1 – Der Ringelnatz-Cup des PYC
Traditionell am Tag der Deutschen Einheit veranstaltet der Potsdamer Yachtclub den Ringelnatz-Cup, eine große Yardstick-Langstreckenregatta. Dieses Jahr waren 107 Boote gemeldet, doch aufgrund der lauen Windprognose fanden sich "nur" 83 Teams bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel an der Startlinie ein.
Der Wannsee ist bekanntlich kein einfaches Revier – vor allem für Gäste. Die Segelanweisung bot gleich vier mögliche Kursvarianten mit sehr zahlreichen, fest installierten Bahnmarken. Welcher Kurs tatsächlich gesegelt wurde, stand am Startschiff angeschlagen – das man im Gewimmel erst einmal finden musste. Zum Glück hatte uns Otto Metzner, eines unserer neuesten Mitglieder vom BYC, am Vorabend mit einer laminierten Seekarte samt Tonnennummern versorgt. VX ONE Racing mit Landkarte – eine neue Erfahrung!
Das Startfeld war imposant: Von kleinen Jollen bis zu Dickschiffen, die locker für eine Atlantiküberquerung gerüstet wären, war alles vertreten. Entsprechend durcheinander ging es an der Linie zu. Bei nicht mehr als 2–6 Knoten Wind war der Start entscheidend – wer einmal in die Abdeckung einer geschlossenen Wand aus bunten Spinnakern geriet musste sich mühsam eine neue Routen suchen, um sich zu befreien. Drei VX ONE schafften es, sich am Start sofort abzusetzen und ließen einige Boote mit deutlich mehr Speed-Potential (YS) hinter sich.
Der Wind drehte, flaute ab, kam zurück – und zwang alle zu ständiger Aufmerksamkeit. Manchmal traute man beim Blick voraus kaum seinen Augen - mehrmals wurde innerhalb 200 Metern von Hoch-am-Wind auf Raumschots umgetrimmt, ohne dabei den Kurs zu ändern. Am Ende konnten die Startgewinner ihren Vorsprung verteidigen, die gesamte VX ONE-Flotte platzierte sich im vorderen Drittel der 83 Starter. R1 für die Gesamtwertung war damit entschieden.
Am Abend lud der PYC zu leckerem Chili und Freibier. Wir fühlten uns sehr willkommen und bedanken uns herzlich für Organisation, Durchführung und Gastfreundschaft – eine tolle Veranstaltung!
Tag 2 – Sturm im Anmarsch
Die Wetterprognose hielt, was sie versprach: Die Ausläufer von Atlantiksturm Detlef erreichten Berlin. Am Morgen noch mild, frischte der Wind pünktlich um 10 Uhr auf, 12–18 Knoten bei nur noch 12 Grad Lufttemperatur. Trotzdem fanden sich alle acht gemeldeten VX ONE-Teams an der Linie ein.
Der Kurs führte wieder quer durch das ganze Gebiet der Großen Breite – danach waren alle entsprechend durchgefroren, Regen setzte ein. Wie in der Steuermannsbesprechung angekündigt, verzichteten wir auf eine Mittagspause – wahrscheinlich wäre keiner ein zweites Mal in die nassen Klamotten gestiegen. Also ging es direkt weiter mit den ersten Up & Down-Rennen. Endlich war die Orientierung nicht mehr rennentscheidend, stattdessen zählten Technik, Taktik und Nervenstärke.
Die Rennen waren spannend, eng und fordernd. Regen prasselte ins Großsegel, das Wasser tropfte wie ein Vorhang vom Baum, in den Pausen wurde mit Liegestützen und Kniebeugen gegen die Kälte gekämpft. Vorzeitig aufgeben wollte trotzdem niemand. Nach Langstrecke, vier Up&Downs und über sechs Stunden auf dem Wasser war die heiße Dusche im Vereinshaus mehr als verdient, die Kapazität an Heizkörpern und Kleiderstangen war restlos ausgereizt. Das heiße Thai-Curry, Musik, Barbetrieb und die lustigen Gespräche machten den Abend zu einem echten Seglerfest.
Tag 3 – Am oberen Limit
In der Nacht machte der Sturm eine kurze Pause, aber zur ersten Wettfahrt setzten die angekündigten 6 Windstärken ein. Während der Wannsee uns bei zahmen Bedingungen entspannt auslaufen ließ zeigte sich die Große Breite bereits weiß vor Schaum. Auf dem Weg zum Regattagebiet trimmten alle nochmal kräftig nach. Keiner ließ sich verschrecken, auch die Neueinsteiger erschienen rechtzeitig und bewegten ihr Boot zum ersten Mal in solch rauen Bedingungen.
Auf dem Startschiff wurde eine mittlere Windgeschwindigkeit von 22 Knoten gemessen, das obere Limit für unsere "familienfreundliche" Regattaklasse, also wurde gestartet.
Doch die Böen mit >35 Knoten hatten es in sich. Bereits beim ersten Am Wind-Kurs zeigte sich: wer die Böe übersieht - liegt. Quasi jeden hat es mal erwischt. Fock lösen, kurz warten und weiter geht's. So war das Feld schnell durchgemischt und alle wurden noch ein Quäntchen aufmerksamer
Die Downwinds waren spektakulär – sobald man sich mit dem Wind bewegte, schien der Kampf zu enden. Die Top Speeds waren wieder erwartend nicht allzu eindrucksvoll, 16 Knoten wurden gemessen. Scheinbar wurde der Druck lieber gleich in Tiefe umgesetzt.
Die Punkte wurden noch einmal durcheinandergewirbelt, doch am Ende konnte sich Rolf "Rocky" Schmidt und Ulli Henning (GER 225) souverän vor Bernhard Kämpf mit Wilhelm Wutzler (GER 210) – beide vom PYC – und Peter Wenzel mit Holger Wiegmann (SCR) durchsetzen.
Fazit
Drei Tage am Windlimit, drei Wetterlagen, unzählige spannende Momente – und am Ende glückliche, erschöpfte Gesichter. Es freut uns sehr, das diese harten Bedingungen die Neueinsteiger nicht verunsichert hat. Im Gegenteil, sie konnten ihr Vertrauen in das bestes Boot der Welt weiter ausbauen und steigern.
Die VX ONE Flotte in Berlin ist mittlerweile auf sieben Boote angewachsen – hochmotiviert und aktiv im Regattageschehen. Auch die weite Anreise aus dem Rheingau und Bayern hat sich mehr als gelohnt – das wird sich herumsprechen.
Ein herzliches Dankeschön an den Segler-Verein Alsen Berlin e.V. für die großartige Organisation, die herzliche Betreuung und das wunderschöne Umfeld. Die Klasse wird gerne dazu beitragen, CATCH THE DUCK zu einer festen Institution auf dem Wannsee zu machen!








Fotos: Anna Giusti
2025-jun-28


VX ONE RACING GERMANY Walchensee - Zurück in der bayrischen Karibik
Zum dritten Mal hieß es für die VX ONE-Flotte: „Ab in die bayerische Karibik!“ – willkommen am Walchensee! Im Heimatrevier der VX ONE Klassenvereinigung Deutschland trafen sich Ende Juni wieder zahlreiche Crews zum sportlichen Schlagabtausch – und zum gemeinsamen Genießen eines der schönsten Reviere Deutschlands.
Die lokale Flotte des gastgebenden Segelclub Walchensee e.V. ist in der Zwischenzeit auf fünf Boote angewachsen – Tendenz klar steigend. Dass sich der Ruf des türkisblauen Thermikreviers seit letztem Jahr auch auf der Insel herumgesprochen hat, zeigte sich daran, dass wir wieder ein englisches Team begrüßen durften – großartige Sache!
Besonders schön: Wie schon am Tegernsee konnten wir erneut ein deutsches Newcomer-Team in der Regattaserie willkommen heißen. Sven Sell mit seiner GER305 war zum ersten Mal dabei – erst vor acht Wochen hatte er seine VX ONE gekauft. Wieder zeigte sich: An einem Wochenende unter Gleichgesinnten lernt man sein Boot besser kennen als in einem ganzen Sommer allein auf dem Wasser.
Der Walchensee zeigte sich erneut von seiner besten Seite – Sonne satt, Thermik vom Feinsten, und eine Kulisse, die jedem Segler das Herz höherschlagen lässt. Und weil das Revier nicht nur schön, sondern auch effizient genutzt wird, war richtig was los: Neben der VX ONE-Klasse segelten parallel die 505er um Ranglistenpunkte, dazu wurde ein WASZP Foiling Cup ausgetragen – und gleichzeitig auf der selben Regattabahn noch eine Deutsche Bestenermittlung der Topcat-Klasse!
Dank kluger Planung, disziplinierter Crews und großartiger Zusammenarbeit des Segelclub Walchensee e.V. und dem ebenfalls ortsansässigen Katamaran-Verein Segelfreunde Walchensee e.V. liefen am Ende 42 Wettfahrten über die Bahn – mit 63 Booten gleichzeitig auf dem Wasser und das alles ohne nennenswerte Behinderungen – dafür mit reichlich Action, Speed und Spaß.
Am Samstag zeigte sich der See bei rund 8 Knoten, mit Böen bis 14 – ideal für vier Wettfahrten. Zurück im Hafen wartete dann das traditionelle „Hafenbrot“ auf alle: frisch belegte Brote für hungrige Crews, direkt an der Stegkante serviert. Danach wurde gegrillt – und zur Krönung eine Magnumflasche Rheingau-Sekt geköpft, die uns die Sieger der Rheinwoche vermacht hatten, die diesmal leider nicht dabei sein konnten. In einer Abstimmung zeigte sich die Klasse ehrgeizig und entschied einstimmig, mehr als die ausgeschriebenen fünf Wettfahrten zu segeln um den Sonntag noch ausgiebig zu nutzen. Richtig gemacht - bei strahlender Sonne und stabiler Thermik gingen nochmal drei schöne Läufe über die Bahn – perfekte Bedingungen, perfekter Abschluss! Anschließend wurde das Kuchenbuffet geplündert und auf die Siegerehrung gewartet.
Die Ergebnisse:
Platz 1: Benedikt Koll und Stefan Mikosch auf AUT214 – wie schon 2023 souverän mit 8 Punkten zum Gesamtsieg!
Platz 2: Unsere englischen Gäste Mike Matthews, Elspeth Keating und David Matthews auf GBR273
Platz 3: Thorsten Bendig und Wolfgang Seifert auf GER215
Mike, Elspeth und David waren begeistert vom Revier, der Thermik und der Community – genau wie ihre Landsleute aus dem Ullswater Yacht Club bei der Euro 2024. Nächstes Jahr wollen sie auf jeden Fall wiederkommen – vielleicht schließen sich ein paar Walchensee-Fans aus dem UYC an? Wenn alles klappt, könnte es eine 4-Tage-Regatta Anfang Juni geben – vielleicht mit einem Wochenende am Tegernsee davor oder danach - einen VX ONE AlpenCUP?
Wir bedanken uns wie immer herzlich beim Segelclub Walchensee für die perfekte Organisation, die leckere Verpflegung und die herzliche Atmosphäre – ihr macht das wirklich einzigartig.
Alle Fotos gibt es hier.



2025-jun-14
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VX ONE RACING GERMANY - Tegernsee
Zum dritten Mal durften wir, die VX ONE-Klasse, auf Einladung des Segelvereins Rottach-Egern e.V. ein Regattawochenende am wunderschönen Tegernsee verbringen – was uns als Klasse riesig freut! Dieses Jahr gab es allerdings eine Neuerung: Die Liegeplätze befanden sich direkt beim Gelände des SV R-E an der Popperwiese. Kein Hin- und Herpendeln mehr zum Yachtclub – das war praktisch und gemütlich zugleich.
Wie wir es schon kennen und schätzen gelernt haben, war die Organisation wieder über alle Maßen freundlich, familiär und einfach rundum gelungen. Das große Zelt, sensationelles Catering mit Cocktailbar (!) und das durchgehend gut gelaunte Team des SV R-E sorgten für echte Wohlfühlatmosphäre. Kein Wunder, dass alle Crews beschlossen, vor Ort zu übernachten – das wollte man sich nicht entgehen lassen!
Etwas Skepsis bestand anfangs noch, ob das Slippen über die Natur-Rampe am öffentlichen Strand wirklich problemlos funktionieren würde. Aber alles klappte reibungslos, die Liegeplätze am Steg waren perfekt, und sogar Badegäste entwickelten sich später spontan noch zu tatkräftigen Helfer*innen.
Sportlich ging es natürlich auch ordentlich zur Sache: Am Samstag meinte es das Wetter gut mit uns – sonnig, aber mit eher verhaltener Thermik. Trotzdem konnten wir drei schöne Wettfahrten segeln, die vierte wurde verkürzt an der Luvtonne beendet. Besonders gefreut hat uns die Teilnahme von zwei neuen Crews, Christian Meier und Christan Weindl mit ihrer brandneuen GER392 und Monika Kuhn und Daniel Glöckner mit der GER 224. Moni bestritt an diesem Wochenende die erste Regatta Ihres Lebens. Mit Daniels Erfahrung holten sie sich direkt den Zwischensieg – Chapeau! - und haben direkt Blut geleckt: noch vor Ort entschieden sich die Beiden, auch die nächste Regatta am Walchensee und das Gardasee-Training mitzunehmen – willkommen in der VX ONE-Familie!
Die Prognose für Sonntag ließ wenig hoffen: spät einsetzende Thermik, dann früher Gewitterumschwung. Wir rechneten mit keiner weiteren Wettfahrt, hielten uns aber bereit – und wurden belohnt! Bei kräftiger Thermik mit guten drei Beaufort konnten wir die Boote endlich richtig ins Gleiten bringen.
Nach der ersten Wettfahrt kündigte sich jedoch mit einer schwarzen Front aus Südwesten das Unwetter an. Einige Crews brachen vorsichtshalber ab, um ihre Boote noch rechtzeitig über die Naturrampe an Land zu bringen. Nur drei Crews starteten noch zur finalen Wettfahrt, zwei davon kehrten jedoch bald um. Nur Thoralf Wolfenstetter und Stefan Mikosch auf der AUT214 wollten sich den Sieg auf keinen Fall nehmen lassen und segelten ihre zwei Runden tapfer zu Ende. An Land halfen alle zusammen: Boote über die Böschung ziehen, Trailer holen, verpacken – sogar Badegäste wurden zu spontanem Support herangezogen. Spezieller Dank an Michael, der uns nicht nur hervorragend bekochte, sondern ortskundig und entschlossen die Koordination übernahm. So konnten die Boote an Ort und Stelle über den Strand geslippt werden anstatt alle zur öffentlichen Sliprampe zu verbringen. Er behielt Recht, es hat sehr gut funktioniert, alle Boote konnten schnell und sicher an Land gebracht werden. Für 2026 werden wir es, mit seiner Hilfe, gleich so machen. So war alles rechtzeitig verstaut, als die ersten dicken Tropfen fielen. Die Siegerehrung konnte noch trocken durchgeführt werden – lediglich ein paar Flaggen und Kappen wurden von den ersten Sturmböen davongeweht.
Mit ihrem einsam errungenen ersten Platz in der letzten Wettfahrt sicherten sich Thoralf Wolfenstetter und Stefan Mikosch den Gesamtsieg. Platz zwei ging an die famosen Newcomer Monika Kuhn und Daniel Glöckner, gefolgt von Eva und Rafael Berleb auf dem dritten Podestplatz. Ein riesengroßes Dankeschön an das gesamte Team des SV Rottach-Egern – es war ein rundum gelungenes Wochenende, wie wir es uns besser nicht hätten wünschen können. Wir freuen uns schon jetzt auf eine Wiederholung 2026 – vielleicht sogar als Teil einer kleinen Süd-Serie, einem VX ONE Alpencup?





2025-jun-07


VX ONE Int. European Open 2025
Das deutsche VX ONE-Jahr hat mit einem richtig lauten Paukenschlag begonnen! Nicht nur, das wir an der Rheinwoche teilgenommen, und damit die Moderne in die Traditionsregatta eingebracht haben. Nein - wir holten uns gegen 100 bunt gemischte Boote gleich BEIDE Gesamtsiege in die Klasse: schnellste gesegelte Zeit überhaupt UND schnellstes Boot vor Allen nach Yardstick-Korrektur, was für ein Wahnsinn! Selbst die Asso 99 (YS 84) von Prinz Luitpold von Bayern konnten wir schlagen, und zwar in Realzeit, nicht nur nach Yardstick!
Aber nochmal langsam und von vorne...
Die Rheinwoche, normalerweise eine Langstrecken-Talfahrt, wurde zum 125-jährigen Jubiläum des Segelclub Rheingau e.V. und des Kölner Yachtclub e.V. ausnahmsweise als stationäre Regatta ausgeschrieben und vor Walluf am Rhein, dem Heimatort des SCR durchgeführt. Und da bereits zwei VX ONE ihre Heimat in diesem Club gefunden haben, ergab sich die Chance dort die VX ONE Int. European Open 2025 durchzuführen. Ein großes Spektakel mit hunderten Besuchern, Livemusik, prominenten Gästen und viel rheinischem Wein.
Da für die hauptsächlich startenden Fahrtenyachten andere Kurse gelegt werden als für uns, wurde das Feld vormittags getrennt und die VX ONE segelte parallel mit der Tempest-Klasse Up-and-Down-Kurse. Für Nachmittags war dann eine Langstrecke nach Yardstick gemeinsam mit dem 109 Boote starken Rheinwoche-Starterfeld angesagt. Diese wurde sowohl in die Euro eingerechnet, als auch in die offizielle Rheinwochen-Wertung.
Nachdem am Freitag die letzte VX ONE endlich um 23 Uhr am Anleger festgemacht hatte war die Flotte mit acht Booten komplett. Diesmal haben zwei Crews aus Nordengland die lange Anreise in Kauf genommen, was uns natürlich besonders freut. Ein zahlreicher Gegenbesuch nächstes Jahr für die Euro in England ist fest eingeplant.
Alle genossen die Party und die gute Verpflegung im SCR uns warteten gespannt auf den nächsten Morgen - es war sehr viel Wind angesagt. Bei der Steuerleute-Besprechung wurde dies bestätigt, es rollte eine Regenfront heran, die Böen mit bis 28 Knoten bringen sollte. Dazu kommt die für die meisten Teilnehmer neue Situation, auf einem Fluss mit ca. 5 Knoten Strömungsgeschwindigkeit zu segeln, der der Wind aus Westen genau entgegen steht. Sprich, auf der Kreuz mit dem Strom, Downwind dann gegen den Strom. Dies lässt einen an der Anzeige des Knotenmessers zweifeln, plötzlich segelt man Am Wind locker mit 10 Knoten und mehr, während man in voller Gleitfahrt unter Gennaker auch nicht mehr auf die Uhr bekommt. Alles sehr ungewohnt.
Am Eindrucksvollsten war die im Briefing bereits angekündigte Verkehrs-Schifffahrt - Verbände von Container- und Schwerlast-Schiffen von bis zu 190 Metern länge kreuzten wie fahrende, schwarze Wände fast permanent durch das gesamte Regattafeld. Diese können weder ausweichen noch bremsen, selbst wenn sie wollten. Und so starteten wir mit großem Respekt in den ersten Tag. Und das - wie sich zeigen sollte, zu recht.
Bei fast durchgehenden 5 Windstärken hatten die Zweierteams wirklich zu kämpfen. Nicht nur die Halsen bargen ein Risiko, selbst auf Am-Wind-Kurs lagen sie immer wieder kurzzeitig flach. Nach einigen Beinahe-Kontakten mit dem felsigen Ufer oder, noch schlimmer, den Monster-Schiffen, entschieden sich ein paar, am Nachmittag nicht zu starten um Mensch und Material nicht zu gefährden. Die Schifffahrt zwingt einen ins Manöver, ob es gerade passt oder nicht spielt keine Rolle. Ein Fehler kann immer passieren, auch ein technischer Defekt, ein Wurli-Steg im Fall. Doch der Preis auf dem Rhein ist nicht nur, nass zu werden und die Anderen vorbei ziehen zu lassen. Ein sonst kleines Problem an der falschen Stelle kann sehr böse enden.
Doch es verblieben genug Teams um die Klasse am Nachmittag in der Langstrecke publikumswirksam zu vertreten. Für die Besucher der Rheinwoche waren wir spektakuläre Rennmaschinen, die in Startgruppe 0 vor allen Anderen über die Linie geschickt wurden. Und auch als solche ins Ziel einliefen, doch durch die zeitversetzten Starts der Gruppen und die unterschiedlichen Yardstick-Zahlen blieb es spannend. Am Samstag Abend war klar, im Zwischenergebnis liegen die VX ONE sehr weit vorne - sieben Schiffe unter den ersten 13.
Da für Sonntag dann Böen von über 40 Knoten vorausgesagt waren, bildeten sich für diesen Tag nur noch 4 VX ONE Teams in etwas neuer Besetzung. Die Mannschaften wurden aufgestockt, ein gechartertes Boot blieb aus Rücksicht auf den Eigner an Land. Das verbliebene Feld kämpfte sich im wahrsten Sinne des Wortes durch den Tag und bescherte den Zuschauern an der Ziellinie ein imposantes Finale der Rheinwoche: Mit der leuchtenden Abendsonne im Rücken rauschten vier bunte Gennaker um die letzte Flussbiegung und zeigten in aufsehenerregender Gleitfahrt den Leuten ihre Alu-Schwerter bis in die Hafenbucht hinein. Danach kam - erst mal eine Weile nichts. Und dann die Asso99, rein rechnerisch mit einer Verspätung von fast 12 Minuten - umringt von einer Flotte Tempest, der wir an dieser Stelle unseren Respekt aussprechen wollen, gut mitgehalten!
Jörg Fleischer, seit vielen Jahren im SCR beheimatet, startete mit großem Heimvorteil und daher als eindeutiger Favorit. Diese Erwartungen erfüllte er mit Bravour, doch die Konkurrenz schläft nicht, das englische Team um Mike Mattews konnte immerhin zweimal als Erster über die Ziellinie fahren. Und am Montag, bei moderaten Winden zwischen 10 und 15 Knoten waren wieder alle Teams am Start, die Ergebnisse wurden nochmal kräftig durchgewürfelt. Insgesamt lesen sich die Rundenergebnisse wie in der VX Klasse VX häufig, sehr gemischt, was die Rennen bis zum Schluss sehr spannend hält.
Am Ende waren in diesem speziellen Revier die Lokalmatadore Jörg Fleischer, Ralf Höhler und Jesper Fleischer nicht zu schlagen. Sie holten sich nach 8 Wettfahrten nicht nur den Pokal der VX ONE Int. European Open 2025, sondern auch das blaue Band für das schnellste Schiff der Langstrecke UND das hellblaue Band als schnellstes Schiff nach Yardstick. Den zweiten Platz der Int. European Open sicherte sich das englische Team von Mike Matthews in wechselnder Besetzung mit Elpeth Keating, David Matthews und John McAfee. Platz drei belegte das Berliner Team von Bernhard Kämpf mit Wilhelm Wutzler und Konstantin von Holtum.
Die VX ONE Klassenvereinigung Deutschland bedankt sich beim Segelclub Rheingau für die Einladung und die tolle Organisation, bei unserem tollen Wettfahrtleiter Timo Laukhardt und bei ihrer wunderbaren Flotte. Danke euch allen - wieder einmal - für diese einmalige Zeit im Seglerhimmel: fairer Sport, Abenteuer, Hilfsbereitschaft und - so viel herzliches gemeinsames Lachen! Wir sind uns sicher: die Gemeinschaft wird nicht das letzte Argument sein, warum sich immer mehr Menschen für unser "bestes Boot der Welt" entscheiden werden.
Alle Fotos gibt es hier.



2024-dez-12
Großer Messe-Auftritt der VX-Familie
auf der BOOT 2025 in Düsseldorf
Die Übernahme der Lizenzrechte durch Mackay versprach unserer Klasse einen weiteren Schub. Gestartet wurde mit der Einführung der Marke VX SAILING. Die nächste Stufe startet im Januar auf der Boot 2025 in Düsseldorf. Mackay und Ovington haben ihre Zusammenarbeit stark intensiviert und gemeinsam einen größeren und aufwändigeren Messeauftritt realisiert. Es werden neben der VX ONE auf ihrem grandiosen "Thron" auch die kleinen Schwestern VX TWO und VX EVO zu sehen sein. Auf die jüngste Überraschung, die VX AIR müssen wir noch etwas warten.
Die VX ONE Klassenvereinigung Deutschland ist in die Organisation mit eingebunden und wird die gesamte Messezeit vor Ort sein.
18. - 26. Januar / Halle 15 / Stand C40. (Interaktiver Hallenplan)
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2024-aug-01
VX ONE Garda Gold Cup in Campione d.G.
Nach einer wirklich großartigen Euro am Walchensee machte sich der VX ONE Tross auf den Weg an das internationale Sehnsuchtsziel vieler Segler - den Gardasee. In der Univela Campione wurde auch unsere kleine Klasse herzlich empfangen und durfte eine perfekte, professionelle Veranstaltung genießen.
Nachdem die Teams im Laufe der Woche nach und nach den Umzug vom Walchensee an den Gardasee vollzogen hatten starteten wir am Donnerstag mit einem professionellen Training. Tristano Vacondio selbst, der Race Director der Univela, nahm sich unsere bunte Truppe mit sehr unterschiedlichem Erfahrungslevel in einer für alle lohnenden Theroriestunde vor.
Anschließend gingen wir alle auf's Wasser und durften ein paar anstrengende Trainingsraces durchführen. Dabei freuen wir uns besonders über den Besuch von John McAfee von Ovington! Es gab nicht nur wirklich tolle Gespräche über die Zukunft der VX ONE in Europa, auch beim Segeltraining unterstützte er als Crewverstärkung. Bei fünf Rennen auf einer wirklich kurzen Strecke mit jeweils drei Runden kamen wir aus dem manövern gar nicht mehr heraus. Bei einer Videoanalyse im Anschluß hatte unser professioneller 49er Segler und Trainer viele Anmerkungen...
Bei der wunderbaren Opening Zeremonie mit frischen Snacks aus der Küche und nicht enden wollendem Prosecco saßen wir alle wieder zusammen und genossen das Segler-Leben, nach den intensiven vergangenen 10 Tagen nicht mehr nur als Kollegen, sondern inzwischen als eine Gruppe von Freunden.
Und so ging es beim Frühstück weiter. Es ist wirklich erwähnenswert, wie verbunden wir uns alle inzwischen fühlen. Keine Grüppchenbildung, alle essen und reden mit allen, alle helfen allen, jeder teilt seine Tricks und Erfahrungen. Und zwar von morgens bis abends! Und so wurde vor dem ersten Start fleissig gebastelt und geschraubt, Leinen erneuert und Rollen geckeckt. In Erwartung von starken Gardasee-Winden hatten einige Teams ihre Crews spontan verstärkt: Tony und Rhys schnappten sich Drew Davidson, ein erfahrener VX Pilot aus Toronto, Canada, der seine Frau zur I14-WM an den Gardasee begleitete - was für ein Zufall! Und Lester und Mark auf der GBR 305 konnten Lena Weißkichel, die bekannte High Performancce Seglerin, an Bord holen.
Pünktlich um 14 Uhr startete das erste Rennen bei relativ wenig Wind. Eine Gewitterfront im Norden stand der Thermik von Süd entgegen. Kurz nach dem Start des zweiten Rennens verbreiterte sich diese Front und zeigte sich auch bedrohlich über dem Gardasee. Noch an der ersten Luv-Tonne ließ sie den Wind komplett absterben. Das Rennen wurde abgebrochen, und so dümpelte das Feld bis zum anschließend einsetzenden Sturm aus Nord in der Flaute unter eindrucksvollen schwarzen Wolken. Plötzlich hatten dann alle leicht genug Power um rasant und bei spektakulärer Stimmung in den sicheren Hafen zu rasen und noch trocken die Boote zu verpacken, bevor der Himmel seine Luken öffnete.
Um die verpassten Rennen nachzuholen einigten sich alle auf vier Rennen pro Tag. Und der Samstag zeigte wieder, es gibt keine im Voraus klaren Favoriten in der Klasse, die Platzierungen purzelten immer wieder durcheinander. Trainer Tristano betonte es als Vorzug der Klasse, dass die Zieleinläufe zeitlich so eng beieinander liegen. Am Abend genossen alle die schöne Dinner-Party auf der Club-Terrasse und lauschten lange den Geschichten der alten Haudegen, die bereitwillig ihre Kampfstategien und Taktik-Tipps teilten. Am Sonntag konnten dann ebenfalls vier schöne Wettfahrten gesegelt werden. Aufgrund der engen Punktestände wurde hart gekämpft, am Ende wurde es dann auch richtig eng: Punktgleich, aber mit drei ersten Plätzen holte sich die GBR 149 vom englischen Klassenvorsitzenden Keith Lockey mit Paul Adams den Gold Cup vor Hendrik Schulz mit Thorsten Koch auf der GER 215. Den Dritten machte die GBR 203 von Tony Lewis mit seinem Sohn Rhys Lewis und dem wohl gut eingekauften kanadischen VX ONE Pro Alistair Mackay.
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2024-jul-25
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VX ONE Int. European Open am Walchensee
Nach vielen anstrengenden Wochen vor, und vier sensationell schönen Tagen bei den VX ONE Int. European Open 2024 am Walchensee ist es Zeit für eine Zusammenfassung der größten VX ONE Klassenveranstaltung Europas aller Zeiten!!!
Ja, wir sind stolz, und dürfen es auch sein. Zusammen mit dem Segelclub Walchensee haben wir ein Event auf die Beine gestellt, das seinesgleichen sucht! Nicht groß, nicht nobel, und trotzdem laut einem lieben, englischen Segel-Haudegen "eines der besten Segelevents, ...... nein, DAS beste Segelevent auf dem ich jemals war." Danke, Tony 🙂
Wie wurde das gemacht? Wie sie es immer machen am Walchensee: An einem der schönsten Binnen-Segelreviere der Welt veranstalten sie in familiärer Atmosphäre bei besten Windbedingungen ein professionelles Rennen, dazu gibt es handgemachte, üppige Verpflegung zu günstigen Preisen und ein einzigartiges Rahmenprogramm.
Eine Woche vor Beginn 14 gemeldete Boote - davon vier Teams aus Großbritannien - das war schon mal ein Start, den man sich nicht besser erträumen konnte. Dann noch endlich die Besserung der Großwetterlage, ein Ende des Regens in Sicht. Jetzt konnte es los gehen.
Nachdem die teils über 2000km aus Nordengland angereisten Teams den Dienstag und Mittwoch nutzten um sich mit dem unbekannten Revier vertraut zu machen ernteten wir bereits glückliche Gesichter. Am Donnerstag starteten dann nach dem ersten üppigen SCLW-Brunch die ersten drei Rennen bei 12-15 Knoten Wind durch die bayrische Karibik. Wir teilten uns die Bahn mit 35 Int. Moth, die zeitgleich mit uns ihre German Open 2024 austrugen. Die schnellen Insekten flitzen uns nur so um die Ohren... meist bemerkt man nur ein leises surren, das an einem vorbeizischt. Wenn es sich doch mal nicht ausging mit dem Platz konnten die Foil-Piloten aber auch kräftig fluchen. Es ist nicht leicht, diesen Geschossen gerecht zu werden.
Schnell zeigte sich, viele Teams hatten Optionen auf den Sieg und vordere Platzierungen: die endgültigen Plätze 1 bis 6 teilten sich die ganzen vier Tage bunt verteilte Zieleinläufe von 1-8 Punkten, die eine oder andere DSQ und OCS waren auch dabei 😉.
Nach der Rückkehr in den Hafen wurden wir wie im SCLW üblich noch am Steg mit Hafenbroten von der Catering-Crew empfangen, das Team aus dem Rheingau hatte eine schöne Kiste Riesling mitgebracht und alle stürzten sich zur Abkühlung lachend zwischen unseren schönen Schiffen in die Fluten.
Die Klassenvereinigungen der Moth und der VX ONE spendierten zusammen das Abendessen für die Segler und Helfer, 70 Liter Chili sin Carne sehen beeindruckend aus, aber Segler haben GROSSEN Hunger. 🙂 Anschließend hielten beide Klassen gemütlich am Steg und am Strand ihre Jahreshauptversammlung ab.
Wir durften einen ganz besonderen Gast dazu begrüßen: John Clinton vom neuen Lizenzinhaber Mackay Boats Neuseeland hatte sich extra von England nochmal an den Walchensee begeben, um uns kleine KV zu besuchen und uns persönlich kennen zu lernen. Wir fühlen uns wirklich geehrt und verstehen dies als große Anerkennung unserer Arbeit. Nach einem kurzen Jahresbericht und Neuwahlen, die alle alten Amtsinhaber wieder bestätigten gab John uns einen ausführlichen Ausblick auf die geplanten Entwicklungen, und was sollen wir sagen: wir sind begeistert! Zusammen mit Ovington plant Mackay gezielte Unterstützung großer Veranstaltungen wie der Euro, unter anderem mit Charterbooten für Teams aus Übersee, es soll einen eigenen großen Messestand auf der nächsten Boot quasi nur für die VX Produktpalette geben, Lagerbestand für Ersatzteile und sogar evtl. fertige Boote innerhalb der EU und vieles Anderes. Alles wird gut. 🙂
Der Freitag brachte uns wieder drei schöne Rennen bei bestem Wetter und 10-14 Knoten thermischem Wind ein. Zuerst konnten es die Gäste nicht so recht glauben, dass auf dem spiegelglatten See heute gesegelt werden soll. Doch der Walchensee macht, was er immer macht - er lässt die Berge aufheizen und dann schaltet er die Windmaschine an. Innerhalb von 30 Minuten war der See voller Schaumkronen. Abgesehen vom Segeln war das Highlight des Freitags die anschließend nur für uns durchgeführte exklusive Fahrt mit der Seilbahn auf den Herzogstand und die anschließende, kleine Wanderung ins Bergrestaurant. Bei schönsten Wetter ganz für uns allein auf 1600 Meter im Biergarten zu essen, die Regattabahn von ober zu betrachten, noch einen kleinen Gipfel besteigen, den Sonnenuntergang über den Zentralalpen genießen, und erst in der Dämmerung wieder hinunter war für die Segler und ihre Familien ein einmaliges Erlebnis.
Am Samstag hatten wir leider etwas weniger Wind, aber bei 6-11 Knoten konnten immer noch ordentlich die drei angesetzten Rennen gefahren werden. Zurück an Land startete gegen 18 Uhr das berühmt große BBQ des SCLW. 8m Salatbuffet, Fleisch, Bratwürste, Grillkäse, diverse vegane Alternativen, alles im Überfluss vorhanden. Noch während des Essens wurde das Highlight des Abends vorbereitet: Caitlin Dalton mit Band erwies uns die Ehre. Caitlin und ihre Musiker*innen brachte Einigen bereits beim ersten Soundcheck eine Gänsehaut ein, mir persönlich ein paar Tränchen des Glücks. Während uns nur während des ersten Songs ca. 10 Regentropfen trafen, schüttete es nur 500m draußen auf dem See wie aus Kübeln, während wir bei heiterem Himmel den Regenbogen bewunderten. Bis spät in die laue Sommernacht lauschten alle der Musik, nahmen Nachtbäder, lachten und feierten das gelungene Event, dem auch die Regenvorhersage für Sonntag nichts mehr anhaben konnte.






Und so stellten sich alle am Sonntag morgen auf Brunch und zusammenpacken ein. Und dann - kam der Wind, und wir konnten nochmal trotz Regen eine spannende Wettfahrt segeln. Auf dem See herrschte eine geradezu mystische Stimmung, und auch das Feld wurde nochmals überraschend etwas durchgewürfelt. Nur die letzte Runde schafften wir wegen plötzlicher Flaute nicht mehr zu Ende. Doch zurück im Hafen klarte der Himmel wieder auf, und bei wieder schönstem Wetter konnten die Boote verpackt und anschließend die Siegerehrung durch geführt werden. Jono Shelley und Graham Priestley mit der GBR 180 holten sich mit 19 Punkten den Sieg vor Lester Noble und Mark Simpson auf der GBR 305 mit 22 Punkten. Mit 23 nur einen Punkt dahinter holten sich die Vorjahres-Zweiten Jörg Fleischer mit Jesper Fleischer und Ralf Höhler auf der GER 271 den 3. Platz. Doch auch im hinteren Feld gab es viele glückliche Gesichter. So nutzen einige unerfahrenere VX Piloten die Tage um ihren Erfahrungsstand innerhalb kürzester Zeit auszubauen, mit dem Boot zusammen zu wachsen und weit über ihre eigenen Erwartungen hinaus zu wachsen. So soll es sein.
2024-jun-15

VX ONE Klassenregatta am Tegernsee
Auch in diesem Jahr wurden wir vom Segelverein Rottach-Egern e.V. zur Tegernseer Skiff Regatta eingeladen. Und natürlich kamen wir gerne und mit wachsender Teilnehmerzahl!
Die Wettervorhersage war furchtbar, aber wie so oft: wer wagt, gewinnt. Es sollte zwei Tage Flaute geben. Aber wir hatten zwei wunderbare Segeltage mit 9 beendeten Wettfahrten. Die VX ONE Flotte in Süddeutschland ist gewachsen, so dass wir für dieses Jahr bereits fünf Boote an die Linie bringen konnten. Mit den "Neuen" werden wir nächstes Jahr hoffentlich die 10 voll machen.
Am Samstag segelten wir vier Wettfahrten bei leichtem Wind zwischen 6 und 8 Knoten. Der Sonntag begann so stürmisch, dass der Start verschoben werden musste, aber dann setzte sich eine schöne Thermik durch und wir segelten wieder fünf spannende Wettfahrten bei 10-13 Knoten.
Interessant zu beobachten war der Kampf um den ersten Platz. Die GER 209 von Markus Weber wurde von seinem Sohn Bastian Weber, einem erfahrenen 29er WM-Teilnehmer, gesteuert. Die SUI 215 wurde verletzungsbedingt von einer zusammengewürfelten Notcrew gesteuert. Beide Piloten segelten zum ersten Mal VX ONE. Steuermann Robert Wisolek steuerte jahrelang erfolgreich einen 505er, bevor er das Boot gegen den Kinderwagen eintauschte. Paul Bichler segelt sehr aktiv in der FD-Klasse und hat sich bereit erklärt, als Ersatzvorschoter einzuspringen. Sein Motto: "Bevor ich über etwas lästere, muss ich es selbst ausprobiert haben".
So gab es am Freitagabend eine kurze Einführung für Paul und am Samstagmorgen ging es für die beiden auf die Bahn. Und das gleich sehr erfolgreich mit drei zweiten und einem ersten Platz! Am Abend waren die VX ONE Debütanten sichtlich zufrieden - mit den Ergebnissen und dem Boot 🙂 Bei einem leckeren Abendessen im Festzelt des Segelvereins hatten die beiden Neulinge noch ein paar Fragen zum Bootshandling, die an der Cocktailbar gut erklärt werden konnten.
Am Sonntag ging es ähnlich erfolgreich weiter, so dass sie nach zwei Wettfahrten punktgleich mit der 209 auf Platz eins lagen.
Auf dem Vorwindkurs fuhren die beiden Konkurrenten sehr unterschiedliche Taktiken: Der 29er-Steuermann bevorzugte eher Raumkurse, die Spinnaker-erfahrene Crew maximale Tiefe. Dennoch waren beide immer wieder gleichzeitig an der Leemarke.
Am Ende siegte die GER 209 von Markus Weber vor der SUI 215 von Robert Wisolek und der AUT 214 von Stefan Mikosch mit Steuermann Benedikt Koll.
Vielen Dank an den YCAT Yacht Club am Tegernsee für die Bereitstellung des Geländes und des Krans für die VX ONE Klasse. Und Gratulation und ein riesiges Dankeschön an den Segelverein Rottach-Egern, der mit einer unglaublichen Eigenleistung ein tolles Event mit perfektem Ablauf und herzlicher familiärer Atmosphäre ermöglicht hat.
Danke auch an Paul Bichler (FD) und Robert Wisolek (505) für ihre Offenheit, einer neuen Klasse eine Chance zu geben, das ist nicht alltäglich. Wir freuen uns über den letzten Kommentar von Paul bei der Verabschiedung: "So sehr ich mich auch bemühe, ich kann nichts Schlechtes an dem Boot finden, wirklich. Robert, was meinst du, sollen wir das Ding mal wieder segeln?" Ein größeres Kompliment konnten wir nicht bekommen. zu dem Standing verhelfen, das sie verdient hat!



2024-may-04
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VX ONE Klassenregatta in Berlin
Der Segler-Verein Alsen Berlin e.V. hatte auf sein wunderschönes Gelände eingeladen, ist die 268 von Sebastian Baier doch regelmäßig und erfolgreich auf der Wannsee-Mittwochsregatta vertreten. Für die VX-Flotte aus dem Süden war der Weg etwas weit und die Jahreszeit etwas früh, so dass nur die 252 von Helge Koch und Iris Kamml vom Segelclub Walchensee e.V. die lange Reise in den Norden antrat.
Dafür, und das ist besonders erfreulich, konnte die Klassenvereinigung mit den anderen drei Berliner VX ONE außerhalb des SVAB Kontakt aufnehmen, die 194 und die 210 (auch wenn 240 drauf steht 😉 ) vom Potsdamer Yacht Club e.V. meldeten sofort ihre Teilnahme an. Dazu noch der Vorjahressieger vom Walchensee, die 214 von Stefan Mikosch vom Arendsee'r Regattaverein 08 e.V. und schon waren die erforderlichen fünf Boote zusammen.
An dieser Stelle muss ein großes Dankeschön an die Eigner der 194, Jürgen Waldheim, und der 210, Bernhard Kämpf, ausgesprochen werden! Beide hatten sich in der Woche zuvor verletzt und waren nicht in der Lage zu segeln. Aber sie waren sich der Wichtigkeit ihrer Teilnahme bewusst... und so erschienen beide Boote pünktlich mit Ersatzmannschaften an der Startlinie!
Toll! So viel Einsatz wäre überall wünschenswert - jedes Boot mehr in den Meldelisten, an den Linien und auf den Fotos der Berichte ist so unglaublich wichtig für die Entwicklung der Klasse! So können wir wachsen, während andere schrumpfen!
Dank so viel Vertrauen und Engagement gab es statt einer Absage ein Regattawochenende mit tollem Wetter, spannenden Rennen und tollen, neuen Freundschaften in der VX ONE Community!
Die auswärtigen Mannschaften der 214 und 252 durften bereits am Freitagnachmittag ihr luxuriöses Quartier auf dem Gelände des SVAB beziehen. Von außen nicht sichtbar, besitzt der Verein ein Kleinod: eine denkmalgeschützte Parkvilla mit großer Wiese davor unter uralten, blühenden Kastanienbäumen am Ufer des Wannsees, paradiesisch. Von der exklusiven Nachbarschaft war nichts zu spüren, alle Vereinsmitglieder strahlten Freude und astfreundschaft aus, man fühlte sich sofort wie zu Hause. Nach einem gemeinsamen Abendessen mit „Segler-Schnack“ konnten
alle die Ruhe dieser Oase inmitten der Großstadt genießen - wirklich unerwartet!
Der Samstag begann dann doch mit etwas mehr als dem vorhergesagten Nichts, und es konnten immerhin drei der vier geplanten Wettfahrten durchgeführt werden. Die Letzte war dann eher ein Wettststehen - so konnte die Umgebung, wie das berühmte Strandbad Wannsee, ausgiebig bewundert werden. Oder den Lautsprechern der Ausflugsdampfer gelauscht, Partybooten mit Grillstation ausgewichen oder einem Achter voller Damen im besten Alter mit ihrem jungen Anheizer. Die 268 von Sebastian Baier konnte sich bei diesen Bedingungen durchsetzen, dicht gefolgt von der 210 - aber insgesamt war es ein Glücksspiel, wer wann und wo eine Mütze Wind bekam oder den Pollen beim treiben zuguckte.
Die für Sonntag vorhergesagten Böen bis über 20 kts blieben leider aus, aber während der ersten beiden Wettfahrten war auf jeden Fall genug Wind für ein paar schöne Schläge unter Gennaker, ab und zu kamen sogar die Bauchmuskeln zum Einsatz. Das Feld mischte sich das ganze Wochenende immer wieder kräftig durch, doch am Ende konnten sich die Lokalhelden durchsetzen. So erkämpfte sich - der Name ist Programm - die 210 von Bernhard Kämpf auch ohne ihren Skipper das Podium und den schönen neuen VX ONE RACING BERLIN Wanderpokal. Dicht gefolgt von der 268 von Sebastian Baier und der 214 von Stefan Mikosch aus Braunschweig.
Da die Boote des PYC nach einer virtuellen Steuermannsbesprechung direkt aus ihrem benachbarten Hafen an die Startlinie gingen, war es eine besondere Freude, dass die beiden Fußlahmen Jürgen und Bernhard den Weg zum BBQ amSamstag und zur Siegerehrung am Sonntag fanden. Endlich konnte man sich persönlich kennen lernen, nachdem die VX ONE Szene in Berlin vor Corona schon ganz gut vorgelegt hatte. Danach verlagerte sich die Aktivität in den Süden, jetzt sind endlich alle vereint und der VX ONE Funke ist wieder richtig entfacht.
Die Klassenvereinigung bedankt sich beim SVAB und besonders beim Hauptorganisator Sebastian Baier für die Gastfreundschaft und die tolle Durchführung dieser Klassenregatta - viel Aufwand für ein kleines Feld. Ein tolles Wochenende mit spannenden Rennen, engen Kämpfen und drei neu registrierten Booten in der deutschen Klassenvereinigung. Das darf als Erfolg auf der ganzen Linie verbucht werden.






2024-jan-29
VX ONE auf der BOOT 2024 in Düsseldorf
Es waren neun tolle Tage in Düsseldorf, wir sind Ovington Boats sehr dankbar für diese große Chance. Es waren nicht viele Klassenvereinigungen vertreten und die VX ONE war - mit Abstand - der "Ferrari" in der einzigen Segelhalle der größten Bootsmesse der Welt, zwischen all dem Plastik und den "Oldtimern". Dazu die außergewöhnliche Präsentation durch Ovington, leicht schräg auf einem zierlichen, hohen, schwarzen Gestell, mit einer edlen Treppe um einen Blick in das Schmuckstück werfen zu können, absolut sensationell, bravo!
Wir haben wirklich VIELE interessante Gespräche geführt. Und das war auch dringend notwendig - unter weit über 100 Gesprächen in neun Tagen waren nur fünf, die die VX ONE bereits kannten... das haben wir geändert.
Neugierige von Portugal bis Schweden, alle Sorten Segler: die Einen wollen es schnell, aber nicht mehr ganz so riskant, die Anderen doch gerne wieder zurück in die Jolle. Auch Betreiber von Segelschulen zeigten sich interessiert. Manche kamen am nächsten Tag extra noch einmal oder planen bereits ihren Urlaub zum Probesegeln. Begeisterung ist scheinbar doch ansteckend! Sogar KV-Vertreter alteingesessener Klassen wie dem Contender ließen sich alles ausführlich erklären und verließen uns sichtbar nachdenklich... 😉
Richard, John, Lester und Nathan von Ovington haben uns sehr herzlich empfangen. Es war schnell, als hätte man sich längstens gekannt. Am Ende hatten wirden Eindruck wir konnten sie Jungs noch etwas mit unserer Begeisterung anstecken! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen auf dem Wasser, in der Fabrik in England oder auf der nächsten boat show. Danke an Chris Turner für die Entscheidung, Ovington und damit die VX ONE auf der Boot zu präsentieren, der finanzielle und personelle Aufwand war sehr groß, nicht viele hatten den Mut.
Es geht vorwärts! Lasst uns zusammen "das tollste Boot der Welt" zu dem Standing verhelfen, das sie verdient hat!



2024-jan-09
VX ONE 391
Es geht los! Die Erste der drei neuen VX ONE ist fertiggestellt und kommt noch diesen Monat in ihre neue Heimat nach Deutschland. Rechtzeitig für die kommende Regattasaison folgen im April noch Nummer Zwei und Drei. Wer weiß, vielleicht ist darunter die erste Eurpameisterin?

2023-aug-16
Zeitungsartikel über die Gründung der Klassenvereinigung
Wir freuen uns über diesen tollen Bericht im Weilheimer Tagblatt und die Reaktionen darauf aus ganz Deutschland!
„Das tollste Boot der Welt“: Eine Habacherin und ihre besondere Liebe für die „VX One“

2023-jul-25
VX ONE Klassenregatta in der bayrischen Karibik
Nach viel Vorbereitung ist das bisher größte VX ONE Klassenevent in Deutschland sehr erfolgreich zu Ende gegangen.
Trotz Anfahrtswegen von über 500km und 700km und einer zweifelhaften Wettervorhersage fanden alle sechs gemeldeten Crews den Weg an den schönen Walchensee, Bayern, Germany. Dieser präsentierte sich bereits am Freitag in seiner ganzen kristallklaren Pracht und unvergleichlichen Farbe, so drehten die Gäste bereits am Nachmittag ihre ersten Runden auf dem künftigen Spielfeld.
Für den Samstag war von Regen bis Gewitter alles vorhergesagt, doch allen Befürchtungen zum Trotz gab es Sonnenschein und - noch unerwarteter - Wind! Zwar nicht in der gewohnten Stärke, aber für 14 Knoten Downwind reichte es allemal. Schnell zeichnete sich eine dreiköpfige Favoritengruppe ab, die das Wochenende unter sich ausmachen sollte. Fünf Wettfahrten waren ausgeschrieben, vier davon konnten bereits am Samstag gesegelt werden. Die letzte Wettfahrt konnte bei nur 5 Knoten Wind gerade noch beendet werden, die beiden anderen Klassen 505 und 29er wurden nicht mehr gestartet. Die Ergebnisse der Favoriten lagen nach dem ersten Tag mit 7, 8 und 9 Punkten eng beieinander.
Am Sonntag warteten wir bei wunderbarem Sonnenschein dann etwas länger auf die einsetzende Thermik, eine ungünstige Grundstömung verhinderte die Walchensee-üblichen 4-5 Windstärken, aber mit konstanten 8-10 Knoten konnte gut gesegelt werden. Und so gab es am Ende noch ein richtig spannendes Match zwischen Platz 1 und 2, das mit einem geschickten Überholmanöver auf Downwindkurs entschieden wurde und den Gesamtsieger auf den letzten Metern festlegte.
So durften sich Benedikt Koll und Stefan Mikosch, gestartet für den Arendseer Regattaverein 08 e.V. mit 8 Punkten über Ihren ersten Platz und einen Satz VX ONE Crew-Polos mit eigenem Namen darauf freuen. Mit 10 Punkten wirklich knapp dahinter landeten Jörg Fleischer, Ralf Höhler und Patrick Zimmermann, gestartet für den Segelclub Rheingau e.V. . Sie erkämpften sich einen Gutschein der KV über einen Satz vorschriftsgetreuer Bugnummern. Besonders herauszuheben ist hier das Engagement von Patrick. Ihm war die Teilnahme so wichtig, daß er es auf sich nahm, seinem Team alleine die 500km per Abenteuer Bahn hinterherzureisen, nachdem er sich am Freitag vormittag noch sein Schulzeugnis abholen musste. Patrick, vielen Dank für so viel Begeisterung! Den dritten Platz und drei VX ONE Basecaps sicherten sich Anna Seidl, Andreas Vincon und Laura Fischer für den Club der Kreuzer-Abteilung e.V.. Andy hatte sich mit Anna und Laura eine fähige Crew ins Boot geholt, segeln sie doch beide erfolgreich in der Segel-Bundesliga.
Die VX ONE KVD möchte sich ganz besonders beim Segelclub Walchensee e.V. bedanken. Nicht nur für die herzliche und gleichzeitig professionelle Organisation einer solchen Veranstaltung, sondern auch für das Vertrauen, uns als neue Klasse einzuladen. Der Walchensee ist ein außergewöhnliches Revier. Bekannt als windstarkes Surfer- und Kiteparadies überrascht er gerade Erstbesucher mit einem unglaublichen Ambiente: das Wasser kristallklar, die Landschaft unverbaut, die Kulisse atemberaubend - es ist ein Privileg, hier segeln zu dürfen.
Mit annähernd gleichen Bootsgeschwindigkeiten ergänzen wir als Wasserlieger das Feld neben den beiden slippenden Klassen 505 und 29er perfekt. Sehr positiver Nebeneffekt: Einige der 505er Segler und einige Elternpaare der 29er Kids haben sich sehr ausführlich über die VX ONE informiert, es wurden bereits drei Termine zum Probesegeln vereinbart.





2023-sep-09
VX ONE zu Gast im Yachtclub Tegernsee
Nach 4 Tagen intensivem Segeln hat die deutsche VX ONE Gemeinschaft ihre erste Klassenveranstaltung glücklich beendet.
Nachdem der ursprünglich ausrichtende Verein die Regatta wegen mangelnder Teilnahme abgesagt hat (die VX ONE wäre mit vier Teilnehmern die stärkste Klasse gewesen) hat es der YCaT spontan und unkompliziert übernommen, was wir wegen der besseren Infrastruktur gerne angenommen haben.
So haben wir Donnerstag und Freitag trainiert, und Samstag und Sonntag einige enge Fights ausgetragen. Der Tegernsee überraschte mit interessanten Winden: mal kamen wir uns unter Gennaker entgegen, schossen rechts und links an einem stehenden Boot vorbei oder fuhren fast komplette Kreise. Im Training eher mit leichter Brise, so war am Samstag mit 3-4 Bft, am Sonntag sogar mit Böen bis 5 Bft alles geboten. Die vier Crews (209, 214, 224 und 252) konnten sich vergleichen und Erfahrungen austauschen, so soll es sein!
In den Wettfahrten konnten Stefan Mikosch und Benedikt Koll auf der 214 (manchmal nur knapp, aber in Summe konstant) die Führung übernehmen, wir gratulieren, so hat sich die Anreise von 750km doch gelohnt! Wir sehen uns alle wieder am 22./23. Juli am Walchensee.


2022-sep-18
1. VX ONE Training in Campione del Garda
Im Segelclub Univela CAMPIONE haben wir einen ganz besonderen Segelspot entdeckt:
Am Westufer des Gardasees bietet der Club alles, was der Sportsegler braucht:
- Parkplatz für Auto und Trailer auf dem Gelände neben dem Boot
- 20m breiter Slip
- Kran
- 9m Reparaturhalle, für Arbeiten am aufgetakelten Boot
- gutes Restaurant
- freundliche Leute
- keine Touristen
- absolut spektakuläre und exklusive Lage
Außerdem kann man direkt von hier aus wunderbar wandern und MTB fahren, mit der Fähre (oder dem VX ONE) nach Malcesine, oder in 10min nach Limone sul Garda. In 30min ist man in Tremosine, einem erstklassigen, einsamen Kletter-, Wander- und MTB-Paradies. In Campione selbst gibt es wirklich nur Sportler, keine Touristen. Aber ein ausgezeichnetes Ristorante, ein Geheimtipp für Einheimische aus der weiteren Umgebung. Wirklich ein seltsamer Ort! Wir kommen wieder...












